Momentan weiß ich wirklich nicht mehr, was ich schreiben soll. Das ganze Projekt bewegt sich dem Ende entgegen. Es ist Alltag und wie so oft, wenn man sich eingelebt hat, sieht man die Kleinigkeiten und Besonderheiten nicht mehr so deutlich. An und für sich wäre es also Zeit für ein Fazit. Immerhin ist es nicht einmal mehr ein Monat, wenn überhaupt.
Zuerst, was noch vor mir liegt:
Meine folgenden 2 Wochen sehen für mich noch 2 Prüfungen und ca. 10 Abschiedsparties vor. Danach bin ich alleine mit den Ungarn. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, was ich mit der Zeit anfangen werde, mal abgesehen von den 2 bis 3 Choraufführungen und meinem Abschiedskonzert mit meiner ungarischen Volksmusikgruppe.
Ich freue mich tierisch auf Berlin und alle wirklich tollen Menschen, die dort auf mich warten. Aber nun beginnt auch mein wohlbehütetes Herz zu bluten! Ich habe angefangen rückwärts zu zählen, was ich immer vermeiden wollte. Dennoch wird mir mit jedem ERASMUSler, den ich gehen lasse, meine eigene Frist bewusster.
Im Ungarischen gibt es 2 Worte für zuhause: „itthon“ und „otthon“, wobei „itt“ hier heißt und „ott“ dort. Das habe ich lange versucht, so zu halten, aber nun ist mir klar geworden, dass man nur ein zuhause haben kann, das arme Herz schafft einfach nicht mehr. Nun hat man sich eingelebt und muss doch alles neu aufstoßen, wiederkäuen und verdauen.
Fazit: Es ist noch keine Zeit für ein Fazit! Ich habe noch nicht aufgestoßen, allerdings habe ich bereits Sodbrennen.
