Attila Fritzsch in Ungarn!

12.Juni.2007

Aufnahmen

Gespeichert unter: News — Attila @ 16:15

Nachtrag zum Artikel vom 19. Mai:

Wie man sieht habe ich zur Linken endlich eine Möglichkeit gefunden, die Aufnahmen meiner ungarischen Volksmusikgruppe online zu stellen. Inzwischen klingen wir zwar noch besser, aber so lange keine weitere Aufnahme zur Verfügung steht, gibt diese doch eine ausreichende Vorstellung.

Ich habe noch nicht herausgefunden, wie ich sie in die richtige Reihenfolge bringe und die Namen der Dateien wurden auch verstümmelt, also hier der eigentliche (traditionelle) Ablauf:

  • Széki magyar
  • Széki lassú
  • Széki csárdás

Lernen bei 30°

Gespeichert unter: News — Attila @ 15:25

Wie soll man denn bitte für eine Prüfung lernen, wenn es draußen glüht?

Ich habe die Lösung gefunden: Lernen von 22.00 Uhr bis 5.00 Uhr; Schlafen von 5.00 Uhr bis einen die Hitze weckt (zwischen 13.00 und 15.00 Uhr) und dann raus in die Sonne zum Spazieren, Eisessen, Schwimmen etc. So geht es echt gut. Allerdings halte ich das nicht mehr lange durch, denn es schlaucht unglaublich!

Es gibt merkwürdige Phänomene, wenn man Nachtschicht schiebt. Z.B. bin ich endlich mal hungrig, wenn andere sich zum Abendessen in einem Restaurant treffen, wo ich sonst doch nie Abendbrote ist es nun Mittag für mich. Dazu kommt, dass ein Bier-nach-Vier bedrohlich nah ans Frühstück rückt und dass das Lernen am „Abend“ impliziert, dass man nach dem Feiern (häuft sich momentan, denn es gibt unendlich viele Abschiedsparties) lernen muss.

Letzte Prüfung ist übermorgen, nächste Woche die Präsentation meines Forschungsprojekts und ab 27.06. bin ich wieder in Berlin. Geht schneller als man denkt…

3.Juni.2007

Zu den Prüfungen

Gespeichert unter: News — Attila @ 20:08

Bisher habe ich 4 schriftliche und eine mündliche Prüfung hinter mir.

Meine erste schriftliche Prüfung war Biomechanika vor nunmehr 3 Wochen. Es ist sehr schwer zu beschreiben, wie sie gelaufen ist, da sehr viel mit reinspielt. Es war an und für sich eine einfache Prüfung. Viel geschichtliches und Erklären von Zusammenhängen. Wenn ich diese und alle anderen Prüfungen „itthon“ mit denen „otthon“ (Berlin) vergleiche, dann würde ich sagen, dass der von mir zu betreibende Aufwand völlig ungerechtfertigt genauso hoch ist, wie otthon. Der meiste Aufwand geht ins Vokabeln lernen und festigen, auch wenn ich immer ein Wörterbuch benutzen darf. Bei dieser ersten habe ich das unterschätzt. Ich habe auf Ungarisch gelernt und die Worte die ich nicht wusste nachgeschlagen und extra aufgeschrieben, bis ich sie auch auf ungarisch verstand. Allerdings ging es mir in der Prüfung dann so, dass mir, als mir das ungarische Wort entfallen war, nicht mal das deutsche eingefallen ist, um es nachzuschlagen. Und daraus folgte, dass ich die gelernten Zusammenhänge nicht wiedergeben konnte. Das liegt wohl vor allem daran, dass ich momentan auf ungarisch denke und natürlich auch mein erlangtes Wissen vor allem in dieser Sprache abgespeichert ist. Hätte mir jemand dieselbe Prüfung statt dessen auf deutsch abgenommen, wäre sie noch schlechter ausgefallen. (Der Kurs wurde letztenendes eine 4, da ich einen guten Bericht hingelegt habe)

Danach habe ich verstanden, dass es darauf ankommt, das Wissen entweder doppelt zu erlangen, wie auch schon im letzten Semester, wo ich ganz automatisch sowohl deutsch, englisch, als auch ungarisch gelernt, gedacht und gerechnet habe, oder gleich auf Wörterbücher zu verzichten und die Wörter aus dem Zusammenhang zu verinnerlichen. Ich bevorzuge dann doch letztere Variante, da sie weniger aufwendig scheint, wenn auch eigentlich nicht wirklich ist.

In meiner darauffolgenden schriftlichen Prüfung Zajvédelem (Schallschutz) hätte es auch geklappt, wenn ich die Fragen verstanden hätte. Es kamen solche Wortmonster im Aufgabentext vor, dass mir nichts anderes übrig blieb, als jeden Wortkonstruktionsteil einzeln zu übersetzen und dann die eigentliche Bedeutung mit viel Fantasie zu erraten, wie damals im Lateinunterricht (habe kein Fachwörterbuch, auch wenn ich glaube, dass mir das auch nicht geholfen hätte). Das kostete soviel Zeit, dass ich nicht zu übermäßig viel kam, aber vor allem dachte ich wieder deutsch und mein Wissen war wieder mysteriös verschollen. Dazu kam, dass hier („itthon“) alle verwendeten Formeln als bekannt vorausgesetzt werden, womit ich nicht gerechnet habe. Ich habe die Prüfung nach der Hälfte abgebrochen und an der Prüfung am nächsten Tag gar nicht erst teilgenommen. Erstere habe ich letzten Donnerstag erfolgreich wiederholt (bestanden mit einer 4 (deutsche 2), was sehr gut ist für diesen Kurs :-D ). Letztere wartet übermorgen auf mich.

In der mündlichen Prüfung (Analitikus Mechanika) ging hingegen alles wie am Schnürchen. Wenn ich Worte nicht wusste, dann habe ich sie einfach erklärt und der Professor war ganz eingenommen von meinem Wissen. Nach 10 Minuten (von angesetzten 20-30) hat er die Prüfung abgebrochen und meinte es sei einfach Zeitverschwendung mich weiter zu befragen. Glatte 5! Ich muss aber auch hinzufügen, dass es vor allem ums Herzuleiten ging. „Formeln und Zahlen“ ist die wunderbarste Universalsprache!

Ausstehend sind also noch eine Präsentation meines kleinen Forschungsprojektes, eine mündliche (nicht lineare Schwingungen) und die schriftliche (Fahrzeugaerodynamik) übermorgen. Wenn also übermorgen überstanden ist, dann wird es ein (sprachlicher) Spaziergang. Ich muss ganz dringend mehr schreiben üben, glaub ich.

Zusammenfassend:

4 – biomechanika

4 – zajvédelem

5 – analitikus mechanika

? – Jármûáramlástan

? – Nem lineáris rezgések

? – Önállófeladat (Aeroakusztika)

Noch was nettes zum Schluß: Ein Auszug aus meiner Vokabelliste für die Biomechanik-Prüfung:

… gonoz – böse; tetem -Leiche; boncol – sezieren; boncolás – Obduktion; csonka – Krüppel; kockázat – Risiko; zúzodás – Quetschung; szerv – Organ; szervezet – Organisation/Organismus…

2.Juni.2007

Zeit für ein Fazit?

Gespeichert unter: News — Attila @ 20:35

Momentan weiß ich wirklich nicht mehr, was ich schreiben soll. Das ganze Projekt bewegt sich dem Ende entgegen. Es ist Alltag und wie so oft, wenn man sich eingelebt hat, sieht man die Kleinigkeiten und Besonderheiten nicht mehr so deutlich. An und für sich wäre es also Zeit für ein Fazit. Immerhin ist es nicht einmal mehr ein Monat, wenn überhaupt.

Zuerst, was noch vor mir liegt:

Meine folgenden 2 Wochen sehen für mich noch 2 Prüfungen und ca. 10 Abschiedsparties vor. Danach bin ich alleine mit den Ungarn. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, was ich mit der Zeit anfangen werde, mal abgesehen von den 2 bis 3 Choraufführungen und meinem Abschiedskonzert mit meiner ungarischen Volksmusikgruppe.

Ich freue mich tierisch auf Berlin und alle wirklich tollen Menschen, die dort auf mich warten. Aber nun beginnt auch mein wohlbehütetes Herz zu bluten! Ich habe angefangen rückwärts zu zählen, was ich immer vermeiden wollte. Dennoch wird mir mit jedem ERASMUSler, den ich gehen lasse, meine eigene Frist bewusster.

Im Ungarischen gibt es 2 Worte für zuhause: „itthon“ und „otthon“, wobei „itt“ hier heißt und „ott“ dort. Das habe ich lange versucht, so zu halten, aber nun ist mir klar geworden, dass man nur ein zuhause haben kann, das arme Herz schafft einfach nicht mehr. Nun hat man sich eingelebt und muss doch alles neu aufstoßen, wiederkäuen und verdauen.

Fazit: Es ist noch keine Zeit für ein Fazit! Ich habe noch nicht aufgestoßen, allerdings habe ich bereits Sodbrennen.

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