Attila Fritzsch in Ungarn!

19.Januar.2007

Kleine Dinge 06

Gespeichert unter: Beobachtungen — Attila @ 18:36

Das kleine grüne Buch schweigt:

Ich bin in zwischen so gewöhnt in Ungarn zu leben, dass das kleine grüne Buch keine Beobachtungen mehr macht. Es ist zum Notizbuch geworden und hält nur noch zu private Dinge. Sorry! Es wird sich wieder melden, wenn die Schaffenskrise vorbei ist.

Ich habe einen Kontrabass!

Gespeichert unter: News — Attila @ 18:26

Ohne Worte:

Mein Kontrabass

Das erste Semester ist rum – die 4 Monate Bilanz

Gespeichert unter: News — Attila @ 18:16

Am Mittwoch habe ich erfolgreich meine letzte Prüfung geschrieben. Ich bin gut wieder angekommen und habe endlich, nach 2 Wochen Höhlenleben und lernen, meine Wohnung verlassen.

Ich muss unbedingt über die Prüfung am Mittwoch berichten, da das viel zusammen fässt, was ich in den letzten Wochen durch gemacht habe:

Es handelt sich um Hydraulics and Pneumatic Systems. Die Prüfung wurde als sehr schwer und quasi unschaffbar angekündigt und alle Leute mit denen ich zu tun hatte, hatten eine riesen Panik vor der Prüfung, ergo ich auch!

Die Prüfungssituation: Ein Haufen panischer Studenten nölt ununterbrochen den armen Professor an, weil die Prüfungsaufgaben zu schwer seien, und sie sich darauf offensichtlich nicht vorbereitet haben. Also ein Haufen Unruhe. Dazu kommt vor mir ein wippender Student immer noch mit Jacke an, der ständig mein Schreibpapier mit seinem Rücken zerquetscht und knittert. Links vor mir fängt ein Mädel an zu heulen, weil der Professor irgendwann auch laut wurde, verständlicher Weise. Sie hört übrigens nicht wieder auf. Immer wieder stehen Leute auf und gehen vor zum Professor, um mit ihm zu diskutieren. Nach einer Stunde wird ein Student nach Hause geschickt, weil er geflüstert hat. Dann war plötzlich Ruhe, bis auf das Schluchzen von vorne links und das Fremdknittern meines Papieres.

Von den 2 Stunden Prüfung habe ich eine Stunde damit verbraucht die Leute zu beobachten. Wäre es ruhig gewesen, hätte mir eine dreiviertel Stunde gereicht. Somit hielt sich nach der Prüfung eine Freude über die letzte Prüfung für dieses Semester in Grenzen. So eine Prüfung habe ich noch nie erlebt! Aber das Schlimmste am Ganzen: Die Prüfung hatte keinen Rechenteil, obwohl extra darauf hingewiesen wurde. Ich hätte mir also das Auswendiglernen der absurdesten Formeln sparen können. Naja, so ist das Leben, lieber zu viel gelernt, als zu wenig.

Meine Zensuren sind wie folgt:

Hydraulics and Pneumatic Systems     ?

Hungarian Fokklore                                5

Psychology and Ergonomics                   5

Structural Analysis                                  4

Turbulencia és Modelezése                    5

Numerikus áramlástan és modelezése 4

Ich bin doch ziemlich stolz, vorallem, weil ich wahrscheinlich alle Kurse in mein Studium in Berlin einfließen lassen kann.

Aussichten aufs zweite Semester:

Mir wurden im Laufe des ersten Semesters 2 Diplomarbeiten angeboten, woraus ich im nächsten Semester eine Studienarbeit oder etwas ähnliches machen werde. Ich freue mich wirklich drauf nur noch Kurse auf ungarisch zu besuchen.

Aber erst einmal habe ich 3 Wochen frei. Am Wochenende fahre ich nach Esztergom. Nächstes Wochenende habe ich Besuch und die Woche drauf auch. Wird also nichts mit wegfahren, wie ich es eigentlich geplant habe. Aber nicht so schlimm.

7.Januar.2007

Entwicklung der Sprachkenntnisse

Gespeichert unter: Beobachtungen — Attila @ 23:52

So merke ich almählich, dass ich durch diverse Chat-Aktivitäten und das nun intesiv betriebene Auf-ungarisch-lernen, doch anfange auf ungarisch zu denken, oder sagen wir lieber vorsichtig: eine Routine zu entwickeln.

So sah das ganze vor knapp zwei Monaten in meinen Vorlesungsmitschriften aus:

frühere Sprachkonflikte

und heute stelle ich fest, als ich mal wieder etwas englisches tippen will, dass ich anstatt „as“ „az“ tippe, weil es ja stimmhaft ist.

Ach Sprache ist ein lustig Ding.

Größtes Problem bleibt, dass ich mich an Worte, die ich eigentlich schon kenne, nicht erinnern kann. Allerdings verstehe ich sie, wenn ich sie höre!

3.Januar.2007

Wieder zu Hause!

Gespeichert unter: News — Attila @ 16:12

Ich dachte, dass ich es schon die letzten 4 Monate maßlos übertrieben hätte und wollte eigentlich nach Berlin fahren, um mich zu entspannen. Das war falsch gedacht! Ich hatte wirklich eine tolle Zeit! Alle, die ich trotz Party- und Kneipenmarathon nicht oder nur kurz zu Gesicht bekam, bitte ich um Verständnis!

Wirklich merkwürdig war, dass ich das erste Mal richtig schmerzhaftes Heimweh nach Berlin bekam, als ich in Berlin war. Ich habe festgestellt, dass ich dort doch alles habe, was ich brauche: eine Stadt mit all den tollen Menschen darin, die ich brauche. Ich habe, als ich zu Weihnachten mit meiner Familie saß doch tatsächlich Heimweh gehabt, das ist schon etwas Schizophren. Außerdem ist das Nacht- und vor allem Kulturleben weit vielfältiger und vor allem vielschichtiger, als in Budapest.

Das war so in der ersten Woche. In der zweiten Woche war es genau umgekehrt. Ich hatte Heimweh nach Budapest; nach den Schon-als-Freunde-gewonnenen und den Unbekannten; nach meinem angefangenen Abenteuer und ganz neuen; und nach der Stadt, der Hauptschlagader und dem Umschlagsplatz.

Das alles hat mir neue Kraft gegeben, auch wenn ich jetzt erst einmal Urlaub vom Urlaub brauche.

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