Das kleine grüne Buch erzählt:
- Misverständnis: Sok kis hal – Csokis hal (Die Feinheiten der ungarischen Sprache, bedeutet: viele kleine Fische (sprich: Schok kiesch hal), oder Schokoladenfisch (sprich: Tschokieschhal)
- Ich habe immer noch keinen einzigen Linux-/Unixrechner an dieser Uni gesehen. (Alle Rechnerpools, die ich kenne, sind Windowsrechner.)
- Es gibt hier doch tatsächlich Professoren der Numerischen Strömungslehre, die auf Exel und Visual schwören. (Ich dachte das machen nur BWLer!)
- Ich habe meine eigene Kaffeefrau! (Wenn ich in ihren Imbiss komme, springt sie, egal wie lang die Schlange ist, auf und macht mir einen Espresso ohne alles. Wenn ich es passend habe, gehe ich sogar nach vorne und bezahle gleich! Nachteil: Ich kann kein Szendvics (Sprich: Sandwitch) ohne Kaffee haben, oder ich muss woanders hin.)
- Wenn man aus dem Fahrstuhl aussteigt, dann grüßt man immer einen schönen Morgen/Tag/Abend/Nacht. (Es ist, als hätte man sich im Fahrstuhl schon so gut kennen gelernt, dass man sich nicht mehr ignorieren kann.)
- Ein Trupp Bayern, dem ich Nachts den Weg gewiesen habe, hat mich als „oartskundik“ (oder so) bezeichnet. (Ist doch eine Ehre, auch wenn es Bayern sind.)
- Viele Ungarn zahlen ihre Rechnungen auf der Post und zwar in Bar. (Wenn man dort selbst bezahlen will/muss, wartet man ohne Probleme 1,5 bis 2 Stunden in einer Schlange von Leuten mit mörderisch viel Geld in ihrer Hand. (Ich habe mit Karte gezahlt))
- Mein Lieblingsfüllwort: Gyakorlatilag ((sprich: djakorlatilag) heißt praktisch. Der Vorteil des ungarischen Wortes: Es hat 5 Silben, also echt viel Zeit seine nächsten Worte zu planen.)
- Der Unterschied zwischen: roban, ropan, robog und ropog (ist mir ein Rätsel, oder wenigstens kann ich mir es einfach nicht merken.)
- Ein Brief nach Dtl. kostet 200 Forint, lass ich ihn registrieren kostet es weitere 550 Forint. (Lass ich ihn allerdings nicht registrieren ist es, laut allen Befragten, ein Brief, der, wenn er nicht verschollen geht, doch wenigstens geöffnet wird.)
- „Warum gibt es Tauben in der Stadt? Ist doch viel schöner auf dem Land.“ (Zitat David)
- Erkläre mir jemand den Unteschied zwischen Tehetetlenség (Vorlesung) und Tehetségtelen (Wörterbuch).
- Viele meiner Mahlzeiten sind massiv von Entscheidungen aufgrund von Sprachdefiziten geprägt. (Ich nehme immer das einfachste Menü, obwohl man durchaus frei wählen könnte. Das Problem ist nicht das Bestellen, sondern die komplizierten Fragen, die der komplizierten Bestellung folgen: „Reis mit oder ohne Ei“ ist eine der Leichteren. All mein Ungarisch geht in stressbehafteten Situationen einfach spazieren, dann eben nur Eintopf!)
- Ich war auf dem Kossuth tér. Dort gibt es tatsächlich industriell hergestellte Ungarnfahnen mit Loch (abgenäht). (Da soll nochmal einer sagen, der Kapitalismus kann nicht aus jeder Situation seinen Vorteil ziehen.)
- Elnézést kérek – Ich möchte, dass sie wegschauen (-> eigentlich: Entschuldigen sie bitte.)
- Die Franzosen auf dem Pragtrip hatten alle das Messer links und die Gabel rechts. Die Amerikaner eben so, nur ohne Messer. (Ich stelle die These: Essensarten sind national bedingt.)
- BWLer These: In der deutschen Weißwurst sind 10% Gehirn enthalten.
